Pressekonferenz

Die SchülerInnen im Mittelpunkt - viel Neues am Aloisianum

Obmann:

  • Ing. Dr. Herbert Teuschl

Obmann-Stv.:

  • Dr. Ferdinand Hochleitner MBA

Schulleiter:

  • Dir. Mag. Karl Hödl

Future Wings Stiftung:

  • Dkfm. Ludwig Szinicz

Elternvertreter:

  • Univ. Prof. Dipl. Ing. Dr. Gustav Pomberger

Schule mit großer Tradition u. Verantwortung für unser Land

Seit mehr als 150 Jahren hat das Kollegium Aloisianum am Linzer Freinberg einen festen Platz in der Bildungslandschaft Österreichs. Von den Jesuiten über viele Jahre als Internat für Buben geführt, folgte in den 70er Jahren die Umgestaltung in eine Tagesheimschule und schließlich in den 80er Jahren auch die Aufnahme von Mädchen. Seit 1992 wird das Kolleg vom „Schulverein Kollegium Aloisianum“ geführt.

Die Schule hat sich immer zu einer werteorientierten Erziehung bekannt. Die SchülerInnen sollen nicht nur darauf vorbereitet werden, die Zukunft bestmöglich zu bewältigen, die AbsolventInnen sollen auch in die Lage versetzt werden die Zukunft zu gestalten. So ist es auch erklärbar, dass eine Reihe von Absolventen zu den bestimmenden Köpfen unseres Landes gehören: Landesrat Dr. Hermann Kepplinger, LAbg. Mag. Thomas Stelzer, KR GenDir. Mag. Alois Froschauer (LinzAG) oder Dr. Heinrich Schaller (Wiener Börse), um nur einige zu erwähnen. Viele bekannte Ärzte, Juristen, Natur- und Geisteswissenschaftler sind Absolventen des Aloisianums.

Aufbruch in eine neue Zeit

Mit Beginn des Schuljahres 2008/09 geht das Kollegium Aloisianum völlig neue Wege. Neben der gediegenen Wissensvermittlung im sprachlichen-, natur- und geisteswissenschaftlichen Bereich ist die Schule bestrebt, durch neue Formen des Lernens bei den Jugendlichen Interesse an allem Neuen zu wecken, weiterhin aber auch Werte und soziale Kompetenz zu vermitteln.

Folgende Schwerpunkte werden angeboten:

Persönlichkeitsbildung

Die Klassenvorstände und erstmals zum Einsatz kommende Begleit-pädagoginnen sind die zentralen Ansprechpersonen für die SchülerInnen, um verlässliche und belastbare Beziehungen entstehen zu lassen.

Der Montagmorgenkreis und der Klassenrat dienen zur gemeinsamen Planung, aber auch zur Hinführung der SchülerInnen zu einer Vereinbarungskultur, zur Eigenverantwortlichkeit und zu Gemeinsamkeit und Teamfähigkeit.

Peers und ein kleines Lehrerteam für den gesamten Jahrgang fördern und stärken die persönliche Entwicklung der Jugendlichen.

Eigenständigkeit und selbständiger Wissenserwerb

Der Einsatz neuer Lehr- und Lernformen (Offenes Lernen, Lernen Lernen, etc.) und veränderte Lern- und Arbeitssituationen ermöglichen es den Jugendlichen, schrittweise steigende Verantwortung über ihren Lernprozess zu übernehmen.

Die Individualisierung des Unterrichtes bildet einen besonderen Schwerpunkt. Dies gelingt vor allem durch die eingesetzten Begleitlehrerinnen, die sich intensiv mit Schwächeren beschäftigen aber auch talentiertere SchülerInnen gezielt betreuen und fordern.

Fächerübergreifende Projektarbeiten bereits in den ersten Klassen mit exaktem Projektmanagement festigen bei den SchülerInnen das Erlernte. In einem eigenen Präsentationsraum haben die SchülerInnen die Möglichkeit, das Erarbeitete auch vor einer größeren Gruppe selbst zu präsentieren. Sämtliche heute gängigen Präsentationsformen und –mittel kommen hier zur Anwendung.

Eigenverantwortlichkeit

Um überschaubare und dauerhafte Bezugssysteme zu schaffen, ist die Schule in räumliche und organisatorische Jahrgangseinheiten gegliedert, welche ein hohes Maß an Eigenverantwortlichkeit besitzen.

Dazu erhalten die SchülerInnen verschiedenste Gestaltungsmöglichkeiten für ihr persönliches Schulumfeld, sie achten etwa auch eigenverantwortlich auf Ordnung und Sauberkeit. Durch die Eigenverantwortung der Jugendlichen erübrigt sich eine Schulglocke. Gelebte Schuldemokratie zeigt sich aber auch bei gemeinsamen Festen und Feiern.

Bestmögliche Zeiteinteilung

Um eine intensive Auseinandersetzung mit dem Lernstoff zu ermöglichen, mehr Ruhe und Gelassenheit in den Schulalltag zu bringen und die Zeit der Übungsphasen zu erhöhen, wird fast ausschließlich in 100 Minuten Einheiten unterrichtet.

Hausübungsgarantie

Durch die sinnvolle Tageseinteilung und die völlig geänderte Unterrichts-gestaltung haben die Eltern die Garantie, dass ihre Kinder zu Hause keine Hausübungen mehr machen müssen. Die gemeinsame Arbeit in der Schule soll es nicht einmal mehr erfordern, dass sich die Kinder zu Hause gesondert auf Prüfungen und Schularbeiten vorbereiten müssen.

Religiöse Entfaltungsmöglichkeiten

Wir fühlen uns nach wie vor dem jesuitischen Erziehungsprogramm verpflichtet (individuelle Zuwendung, Sorge um jeden einzelnen, welt- und lebensbejahende Einstellung, Wissensvermittlung als ganzheitlicher Prozess, Betonung kreativer und sozialer Aktivitäten, u.v.m.) und bieten regelmäßiges Morgengebet, Morgenmeditation, Klassen-, Schul- und Aloisianer Messen, etc.

Fremdsprachliche Kompetenzen

Ausrichtung an internationalen Sprachzertifikaten
Sprachenvielfalt: Englisch, Latein, Französisch, Spanisch, Italienisch, Russisch
Förderung von Auslandsaufenthalten, Intensivsprachwochen, etc.

Systematische Überprüfung

Begleitung durch Univ. Prof. Dr. Franz Hofmann von der Universität Salzburg, einem der anerkanntesten Experten zum Thema Individualisierung des Unterrichts, Schulentwicklung, etc.

Die Auswirkungen der neuen Unterrichtsmethoden auf die SchülerInnen werden unter wissenschaftlicher Begleitung evaluiert. Gemessen wird die Veränderung der Erfolgsmotivation bzw. der Misserfolgsangst als Grundlage für erfolgreiche Wissensvermittlung.

Neuerungen in allen Klassen

Natürlich fallen die Veränderungen besonders stark im ersten Jahrgang auf. Dort ist die Betreuung durch die drei Begleitlehrerinnen besonders intensiv. Die neuen Unterrichtsmethoden werden aber natürlich auch in den höheren Klassen angewandt. So wird beispielsweise in allen Klassen in vielen Gegenständen in Doppelstunden unterrichtet. Auch das aufgabenorientierte Lernen ist in vielen Fächern Standard. Durch den Einsatz der Lehrer, die im ersten Jahrgang unterrichten, auch in den höheren Jahrgängen ist der gleiche, hohe Unterrichtsstandard in allen Klassen gewährleistet.

Private Sponsoren

Auch wenn die Eltern am Aloisianum Schulgeld bezahlen, sind wir bei der Umsetzung des ehrgeizigen, qualitätsorientierten Programms auf private Sponsoren angewiesen. Die Future Wings Stiftung, die sich schwerpunktmäßig im Bildungsbereich engagiert, war und ist uns bei der Umsetzung eine große Stütze. Dafür ein herzlicher Dank.

Ausblicke in die Zukunft

Unser Ziel ist es, in Zukunft 3 überschaubare Klassen pro Jahrgang in der Unterstufe, sowie 2 Klassen in der Oberstufe gezielt zu begleiten und so den jungen Menschen die Chancen zu geben, sich zu herausragenden Persönlichkeiten zu entwickeln.

Schritt für Schritt soll darüber hinaus in den nächsten Jahren der gesamte Schulkomplex in einen modernen, zeitgemäßen Standard, wie er schon jetzt im ersten Jahrgang zur Verfügung steht, gebracht werden.