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Kollegium Aloisianum

Hikkikomori – was ist das?

29.08.2016

Hikkikomori – was ist das?

 

5 Stunden Schlaf sind eben doch zu wenig

 

LINZ. Im Festsaal des Aloisianum gab es am 29.04.2016 von 14:00-16:00 Uhr eine Lesung des Buches „Ich nannte ihn Krawatte“ der österreichischen Autorin Milena Michiko Flašar.

Hierzu eingeladen waren die Kinder der 3b-Klasse und die Oberstufenschüler der Modulgruppe „Traditionen außereuropäischer Kulturen“. In diesem Modul hatten sich die „Oberstufler“ bereits mit der japanischen Geschichte, Kultur und den Gebräuchen der dort lebenden Menschen beschäftigt. Da sie an diesen Themen sehr interessiert sind, hörten sie der Lesung sehr vorbildlich zu. Auch die Schüler der 3b-Klasse zeigten großes Interesse. Sie hatten noch am selben Tag einen kurzen Dokumentarfilm über das Bildungssystem Koreas gesehen, wo auf den Kindern ein ähnlicher Leistungs- und Anpassungsdruck lastet wie in Japan. So wurde berichtet, dass manche Schüler Südkoreas nur fünf Stunden schlafen, um bestehen zu können.

Über diese Themen berichtete dann auch Frau Flašar sehr ausführlich. Das Buch der jungen Autorin japanischer Abstammung spielt ebenfalls in Japan. Eine der beiden Hauptfiguren ist ein Hikikomori, ein Jugendlicher, der sich für mindestens sechs Monate in seinem Zimmer zuhause einsperrt und dieses nicht verlässt. Nach jedem gelesenen Abschnitt oder Kapitel brach Frau Flašar ab, um Dinge – wie z.B. das Phänomen der Hikikomori – zu erklären und um die Fragen der Schüler zu beantworten. Am Ende des Tages waren die Schüler um ein einige „japanische“ Eindrücke reicher.

 

Sophia Marinov

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